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Und da war er.
Mein ganz persönlicher Absturz.
Vielleicht nicht mein tiefster Tiefpunkt, aber auf jeden Fall tief.
Ich hörte Stimmen.
Eine fremde Frauen Stimme und die meines Vaters.
Ich versuchte zu hören was sie redeten aber ich konnte nichts verstehen, obwohl sie direkt im Raum standen. Ich machte die Augen auf, bewegte mich nicht. Mein Blick war auf die Wand gerichtet.
Klar. Hier war ich schonmal.
Mir wurde schnell bewusst dass ich im Krankenhaus lag. Hier war ich schonmal. Länger als ich es mir gewünscht hatte. Aber das war wegen einer anderen Geschichte.
Ich wollte ja was sagen, aber soll ich ehrlich sein? Ich war zu schwach.
Später als beide wieder gegangen waren, 'versuchte' ich wirklich mit aller Kraft mich aufzusetzen. Der erste Versuch gleich nichts.
Aber irgentwann schaffte ich dass dann auch.
Ja ich lag in meiner eigenen Kotze. Dies bezüglich erfuhr ich später dass die Schwestern dass so ließen weil es 'abschreckend' sein soll.
Soll ich ehrlich sein? DAS juckte mich in diesen Moment echt am gerinsten. Abschreckend war irgentwie anders. Kleine Kinder scheissen sich auch ein und ist das 'abschreckend'?
Nein. Sie machen es trotzdem immer und immer wieder.
Mein Kopf drehte sich. Ich fühlte mich leer.
Und allein.
Als ich versuchte mich wieder zu erinnern was passiert war, fiel es mir gleich ein.
Klar. Der Alkohol.
Ich weiß dass ich mit Freunden getrunken hab.
Etwas zu viel.
Sie verließen das Haus.
Und ich wollte hinterher, den Weg kannte ich aber ich kann mich nur bruchteilhaft daran erinnern. Als ich angekommen war brach ich zusammen. Sah nichts mehr, hörte nur noch,
die Leute, wie sie redeten. Reden konnte ich nicht. Dann hörte ich die Sirenen.
An ein paar Gesprächsfetzten der Sanitäter kann ich mich auch noch erinnern. Dann wieder an nichts. Und hier war ich also.
Immer noch nicht klar im Kopf und am Tropf.
Salzlösung. Kannte ich ja schon.
Zeitgefühl, wie nie da gewesen.
Nachts war mir dann ziemlich schlecht.
Fünf mal gekotzt. Lecker.
Am nächsten Morgen brachten sie mir Frühstück.
Doch hunger sah bei mir anders aus.
Mir war garnicht nach Essen oder Tee.
Ich wollte nur nach Hause.
Mittags durfte ich dann auch.
Bye Bye und hoffentlich sehen wir uns auf dieser Station nie wieder.
coldalaska am 18. Oktober 14
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15
>>Vorfreude, ist die größte Freude.<<
Das hat meine Mama mir immer gesagt als ich klein war. Doch ich habe es nie verstanden.
Ich konnte nie verstehen wie es schöner sein könnte sich auf ein Geschenk zu freuen,
weil es für mich viel schöner war das Geschenk dann in den Händen zu halten als darauf zu warten.
Doch mit der Zeit versteht man das.
Denn eigentlich ist es doch viel schöner sich auf etwas zu freuen.. denn manche Dinge sind vergänglich. Dann wird man vielleicht enttäuscht.
Deswegen ist es mir lieber mich auf etwas zu freuen.
Gerade weil ich nicht weiß wie es ausgeht.
Dann kann ich mir dass alles auch schön ausmalen.
coldalaska am 18. Oktober 14
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14
Jeder kennt es.. oder bin ich die einzige?
Die Angst davor, nicht genug zu sein.
Zu wenig zu sein, zu klein, zu leise, zu unbedeutend.
Die Angst von Leuten die dir etwas bedeuten vergessen zu werden. Aus ihrem Leben gestrichen zu werden ohne eine Spur darin zu hinterlassen.
Angst dass sie dich überhören,
weil du zu leise sprichst.
Angst von ihnen übersehen zu werden.
Einfach nicht wahrgenommen zu werden.
Aber vielleicht sind genau diese Menschen die,
die nicht richtig und nicht gut für dich sind.
Weil sie dich nicht schätzen.
Sie wissen nicht dass du für sie jemand ganz besonderes sein könntest.
Jemand mit einem offenen Ohr,
jemand der sich Zeit nimmt,
jemand mit dem man Pferde stehlen kann..
Sie übersehen deine Anwesenheit.
Bemerken nicht dass du eingentlich die ganze Zeit direkt vor ihnen warst.
Aber genau dass sind die Menschen die einsam sterben.
Die Menschen die keine Bindungen aufbauen können, nur falsche Freundschaften pflegen können.
Aber vielleicht soll das alles ja so sein.
coldalaska am 18. Oktober 14
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13
Und manchmal frag ich mich wie das alles werden soll. Wenn ich erwachsen bin.
Ja.. ich stell mir das alles irgentwie ziemlich frei vor,
unabhängig und selbstbestimmend.
Aber es ist ja nie wie man es sich denk.
Ich werde dann an Arbeitgeber und Arbeit gebunden sein, dass wars dann mir unabhänig und selbstbestimmend.
Aber andererseits kann ich am Wochende hingehn wo ich will, wie lang ich will, mit wem ich will.
Aber die Zeit legt keine Pausen ein.
Irgentwann ist der Tag gekommen.
Der Tag an dem ich Geburstag haben werde.
Meinen 18ten.
Und wie gehts dann weiter?
Nur feiern ist nicht.
Aber auf der anderen Seite will ich irgentwie auch garnicht erwachsen werden.
Hier kann die Zeit stehen bleiben bis ich keinen Bock mehr habe. Aber sonst ist das Leben als Jugendlicher eigentlich nicht übel.
Naja, wir werden sehen...
coldalaska am 17. Oktober 14
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12
Es ist normal. Mach dir nicht so einen Kopf.
Jeder wird enttäuscht, irgentwann..
Doch wie kann es sein dass Schuld immer bei mir gesucht wird. Klar, jeder hat irgentwann mal Schuld. Aber wie kann es sein dass die Leute in einem Streit immer auf mich zurück greifen und sagen >>.. ach komm die ist schuld.<<
Ich meine das ist doch irgentwo nicht mehr normal, nicht mehr tragbar. Für mich.
Ich wurde schon einige Male enttäuscht und vielleicht ist es unmoralisch dass ich an dieser Stelle schmunzeln muss aber alle machen ja immer auf unschuldig. Irgentwo affig, finde ich.
Klar, mache ich auch Fehler und habe Schuld aber mir gleich die ganze Schuld zu zuschieben ist lächerlich.. es gehören immer zwei dazu.
Oder wenn sie dir zusätzlich noch Dinge vorwerfen mit denen du garnichts zu tun hast. Kennt doch jeder oder?
Gründe sind ja immer verschieden aber noch besser sind ja die die nichtmal Gründe haben.
Jaja, reden wir sie einfach mal schlecht, jetzt wo wir Streit haben können wir das ja machen.
Oder die die dann Dinge weiter erzählen die ihr euch im engsten Vertrauen erzählt habt.
Auch wenn man sich dann wieder verträgt.
Vetrauen gleich nichts.
Dauert auch seine Zeit bis es wieder ein Stück weit da ist. Vorrausgesetzt man verträgt sich.
Aber eine gute Sache hat Streit ja.
Im Streit lernt man wer seine Freunde sind und wer nicht.
coldalaska am 17. Oktober 14
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11
Ich hasse mich.
Ich hasse mich dafür wie ich bin und dass ich bin.
Das waren meine Gedanken.. ich weiß nicht genau
wie lange es jetzt her ist.
Ein paar Jahre.
Aber die Gedanken kommen immer wieder.
Und ich dachte ich müsse mich dafür bestrafen.
Dafür dass ich nicht so sein konnte wie ich wollte,
.. oder wie andere es von mir wollten.
Sie mochten mich nicht und akzeptierten mich nicht,
dann konnte ich das auch nicht.
Nicht mehr, ich hatte verlernt mich selbst zu mögen,
mich selbst zu lieben. So wie ich war.
Wie konnte das passieren?
Ich dachte immer ich sei selbstbewusst genug.
Aber manchmal irrt man sich.
In Wirklichkeit war ich verdammt schwach.
Es tat mir weh und ich trug es nach außen hin.
Ich tat mir weh.. weil ich dachte es würde etwas ändern,
doch ändern konnte ich damit wenig.
Außer dass ich mir nur noch selbst einredete,
was andere behaupteten.
Eigentlich machte ich damit alles nur noch schlimmer.
Aber wie gesagt, manchmal bin ich mir eben egal.
coldalaska am 16. Oktober 14
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