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Alles wächst.
Alles, was irgentwo entspringt, wächst.
Und so werden wir von guten Gefühlen überschwemmt.
Weil sie wachsen, manchmal auch über uns hinaus.
An diesen Tagen oder Wochen vielleicht auch Monaten fühlen wir uns soo guut.
Aber wie alles ja einen Anfang hat, hat es auch ein Ende.. unser Universum mal rausgenommen.
Also wachsen vielleicht auch zeitgleich schlechte Gefühle.
Und irgentwann werden sie die guten auch in den Schatten stellen. Und über uns hinaus wachsen, uns Tage, Wochen vielleicht auch Monate begleiten aber ich schätze so ist das.
Ehe das eine geschiet wird es von dem anderen wieder eingeholt... willkommen in unserer Realität.
coldalaska am 15. Oktober 14
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9
Heiße, salzige Tränen.
Heiße, salzige Tränen die in meine Augen geschossen kamen, von jetzt auf gleich.. und wie sie mir die Wangen runterliefen..heiss.
Und wie sie fast schon wieder kalt auf meine Hände aufprallten.
Und ich konnte nichts dagegen machen, sie nicht aufhalten.
Ich hatte keine guten Nachrichten erwartet.
Wie könnte ich? Nachdem ich am Abend davor ein paar Gesprächsfetzen meiner Eltern mitbekommen hatte. Und ja, ich kann mich noch an jedes einzelne Wort erinnern..
>> Du musst es ihnen sagen, wir sind eine Familie. <<, das waren die Worte meiner Mutter. Mein Papa gab nur ein zustimmendes Gebrummel von sich.
Ich dachte mir nichts schlimmes dabei.. vielleicht war etwas mit Opa? Nein. Hinterher ist man immer schlauer.
Nun saß ich da auf dem Boden, neben dem Körbchen unseres Hundes, streichelte ihr den Kopf. Meine Schwester neben mir.
Meine Mama gab meinem Papa einen kleinen Stoß in die Rippen. Doch er sagte nichts. Sie sah ihn an. Doch er sagte immer noch nichts. >> Papa hat Krebs. <<, das waren die Worte meiner Mutter. Kurz und schmerzlos.So wie sie es bei Pflastern immer machte. Kurz war diese Nachricht, aber schmerzlos wohl eher nicht. Ich weinte sofort, meine Schwester auch. Aber ich konnte es nicht glauben. Wie ? Ich hoffte es sei ein Spaß, wäre zwar ein schlechter aber lieber als mit dieser Tatsache leben zu müssen und lernen zu müssen damit umzugehn. Ich weiß nicht mehr was danach genau passierte. Weiß auch nicht was ich gesagt hab, vielleicht habe ich auch garnichts gesagt. Oder was die anderen gesagt haben. Danach hab ich mir meine Jacke und Schuhe angezogen und bin raus. Den Hund an die Leine und erstmal einfach nur raus. Was war als ich wieder kam weiß ich auch nicht mehr. Aber dafür kann ich mich an den wohl wichtigesten Moment mehr erinnern als mir lieb ist.
coldalaska am 14. Oktober 14
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8
>>Denken ist schwer,
darum urteilen die Menschen.<<
-Carl Gustav Jung
coldalaska am 13. Oktober 14
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7
Ich habe genau ein Bild was mehr sagt als tausend Worte und welches fast alles aussagt was meine persönliche Geschichte bis zu diesem Punkt beeinhaltet.. aber das wäre doch viel zu langweilig oder??
coldalaska am 13. Oktober 14
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6.3
>>Should I sink or swim?
... or simply disappear?<<
SINK
Soll ich sinken?
Einfach untergehn?
Komplett verschwinden?
Ganz aufgeben ohne Wehr?
Ja, vielleicht.
Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht.
Wie oft hat dieser Gedanke mich tagelang, wochenlang, ja, sogar monatelang begleitet?
In der Schule, zu Hause, während ich die Zeit mit meinen Freunden totschlug, bis in mein Bett, ja sogar Nachts lag ich oft stundenlang wach und dachte darüber nach.
Wie könnte das falsch sein?
coldalaska am 13. Oktober 14
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6.2
>>Should I sink or swim?
... or simply disappear?<<
SWIM
Sollte ich schwimmen?
Sollte ich wirklich?
Gegen den Strom?
Bei Sturm?
Bei Gewitter?
Bei heißem Sonnenschein?
In Mitten von Gefahren? Die im und über dem Wasser lauern..
Mit frischen Wunden in dem Salz?
Wie lange? Wie lange würde ich schwimmen?
Und wie lange würde ich durchhalten?
Würde ich überhaupt das Land erreichen?
Oder würde mir ein rettendes Boot auf dem Weg begegnen?
Sollte ich es wagen?
Manchmal lautet meine Antwort auf solche Fragen JA.
Ja, ich werde schwimmen,
auch gegen den Strom bei Wind und Wetter,
auf die Gefahren und Schmerzen geschissen.
Egal wie lange es dauern würde.. ja, ich würde es bestimmt schaffen, durchhalten, das Land erreichen.
Doch manchmal ist meine Antwort NEIN.
Nein, ich werde nicht schwimmen.
Den Sturm, die Gewitter und die Hitze könnte ich doch nie ertragen, mal davon abgesehn die Gefahren und Schmerzen würden mir doch den Rest geben. Ich würde es niemals schaffen.
Nein, ich kann sofort aufgeben.
Ich bin nicht dafür geschaffen zu kämpfen.
coldalaska am 13. Oktober 14
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