Montag, 19. Januar 2015
81
Manchmal, wenn ich mir die Sterne aus dieser unendlich scheinenden
Entfernung anschaue, dann kommen sie mir vor wie kleine Glitterteilchen,
sie kommen mir vor wie ein Schutz der sich um uns legt,
wie eine Schönheit die uns um unseren Verstand bringt.
Sie sehen so friedlich aus, so klein und zerbrechlich.
Sie leuchten nur weil die Sonne auf der anderen Seite strahlt, sie sind abhängig von ihr, können nicht ohne sie.
An manchen Tagen können wir sie nicht so gut sehen, aber wir wissen trotzdem dass sie da sind.
Sie sehen aus als könnte man sie einfach einfangen und in ein Glas stecken.
Manchmal schauen sie aus wie Glühwürmchen die einfach in der Luft stehen bleiben.
Jeder Stern ist ein Planet, vielleicht wurde er noch nie besucht,.. jedenfalls nicht von uns.
Alles hat seine Aufgabe, aber manchmal frage ich mich was für eine Aufgabe die Sterne da
oben wohl haben.. sollen sie uns nur schöne Augen machen?
Seit wenn schauen sie uns von dort oben wohl schon zu?
Sie sehen so unschuldig aus, aber trotzdem können sie Schaden anrichten.
Auch im Fall noch wunderschön, doch nach dem Aufprall verglühn sie langsam.



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"Angst"
Ein Schlagwort, zu dem sicherlich jedem tausende Dinge einfallen,
weil jeder Ängste hat. Wovor auch immer.

Ich hab auch Ängste, mir fällt es schwer mich auf andere Leute zu verlassen, weil ich Angst
habe dass sie ihre Versprechen nicht halten.
Ihnen mein Vertrauen zu schenken, weil ich Angst habe dass sie es missbrauchen.
Ich habe Angst mich Menschen anzuvertrauen weil ich oft enttäuscht wurde.
Und ich habe Angst los lassen zu müssen, von den Menschen.
Ich habe Angst mich zu verlieben, weil ich nicht enttäuscht werden will und ich meinen Gefühlen
oft nicht über den Weg trauen kann.
Ich habe Angst um die Menschen die mir wichtig sind, weil ich sie liebe.
Ich habe Angst bei Unwettern, weil sie schlimme Dinge anrichten.
Ich habe Angst im Stockdunkeln, weil ich mich dann alleine fühle.
Ich habe Angst erschreckt zu werden, weil ich Überraschungen nicht leiden kann.
Ich habe Angst vergessen zu werden.

Jeder Mensch hat etliche Ängste..
aber wenn wir ehrlich sind dann werden wir mit vielen von ihnen
im Laufe unseres Lebens konfrontiert werden.
Vielleicht ist aber auch die direkte Konfrontationen die beste Möglichkeit mit
Dingen klar zu kommen vor denen man vorher Angst hatte.
Einige Ängste werden sich vielleicht in unserer Laufbahn verstärken weil sie durch irgendwelche
Gründe bestärkt werden.
Aber wenn wir es positiv sehen dann schützen uns unsere Ängste davor dumme Dinge anzustellen.



Sonntag, 18. Januar 2015
79
Die Vergangenheit rennt schneller, als Du.
Sie ist geübt darin. Überholt jeden.
Jemand muss schließlich der Schnellste sein.
Sie überholt dich immer dann, wenn du denkst dass du gerade schnell genug läufst
um sie ab zuhängen.
Warum tut sie das?
Sie liebt es einfach dich leiden zu sehn.
Zu sehn, wie du jedes mal denkst dass du nun besser aufgibst, einfach stehen bleibst.
Aber sie weiß dass du weiter rennst, weil du irgendwo tief in dir immer noch ein kleines
bisschen an dich glaubst.

Meine Vergangenheit holt mich alle drei Monate ein.
Dann werde ich immer wieder daran erinnert wie es war, als es mir so dreckig ging...
aber Moment was ist das, stimmt, da ist es wieder dieses dreckige Gefühl.
Gehetzt von dem Gefühl der Unvollständigkeit.
Das Gefühl dass etwas fehlt, ich nicht vollständig bin, etwas kaputt an mir ist.
Das Gefühl das ich langsam an mir zerbreche.
Und ich kann nicht weglaufen, weil ich in meinem Körper gefangen bin,
Es tut weh, aber in Anwesenheit anderer spielt man die ganze Situation herunter, nein, mir fehlt nichts.
Nie werde ich die Depressionen vergessen die mich so lange im Griff hatten.
Sie kommen nicht zurück, hoffentlich auch nicht in der Zukunft.
Jedoch werde ich stets an sie erinnert, jedes mal.
Darüber hinweg sehen und dass alles vergessen und hinter mir lassen kann ich nicht.
Dazu ist es zu früh.



Donnerstag, 15. Januar 2015
78
Du stehst ihnen gegenüber. Den Menschen die gerade gehen wollen.
Vielleicht willst du nicht dass sie gehen.
Was tun du dann? Du willst sie mit deinen Worten fesseln, mit deinen Worten
festhalten und verhindern dass sie Schritte in eine andere Richtung machen.
Du redest und redest.. vielleicht nicht die richtigen Worte. Du sagst nur irgendetwas, ganz
gleich was es auch ist, nur damit die Menschen nicht gehen.
Sinnlose Gespräche. Aber vielleicht auch nicht, vielleicht sind die Worte viel mehr als sie zu sein scheinen.
Vielleicht sind sie viel stärker.
Vielleicht findest du aber auch die richtigen Worte um jemanden festzuhalten.
Die richtigen Worte im richtigen Moment. Ganz schön schwer.
Wenn du aber schweigst werden sie auf jeden Fall auf der Verse kehrt machen und verschwinden.
Sehr weit weg, und wer weiß vielleicht wirst du sie dann nie wieder sehen.