Montag, 10. November 2014
50
Ich musste fast weinen, die Tränen standen mir schon in den Augen. Es hat mich irgentwie bewegt. Wie die alte Frau heute in ihrem Rollstuhl vor mir stand. Ich habe mich zu ihr gesetzt und sie erzählte einige Dinge aus ihrem Leben.
Und sie lachte. Obwohl sie dabei war traurige Dinge zu erzählen. Ja, es hat mich berührt, wie sie damit umgeht. Dass sie mir dabei ein Lachen schenkte und dabei total selbstlos war. Wahrscheinlich war es ihr egal was ich dabei über sie denke. Aber ich habe nichts schlechtes gedacht ich habe einfach zurück gelächelt und versucht zu begreifen wie man so stark sein kann. Einige Dinge kann sie auch nach Jahren nicht verarbeiten, die erzählt sie immer und immer wieder. Aber ich denke so ist das manchmal.
Aber sie ist einer der Menschen die die größte Zuneigung und Anerkennung verdient haben, grade weil sie so ist wie sie ist.



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Ich habe sie verbrannt. Unsere Bilder.
Auf ihnen haben wir viele schöne Momente festgehalten, aber jetzt sind sie nichts mehr wert, weil unsere Freundschaft nicht mehr von Wert ist. Die schönen Momente stehen im Schatten und werden sie ab jetzt auch immer. Die obere Beschichtung der Fotos hat sich in den Flammen förmlich abgeschält, sich losgelöst und ist dann verbrannt. Es hat geknistert. Und ich bin froh dass ich keine Bilder mehr von uns habe, Bilder auf denen wir lachten, weil wir Spass hatten und uns verstanden haben. Vergangenheit.



Sonntag, 9. November 2014
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Und dabei ist es doch völlig egal wie man aussieht, ob man klein, groß, dünn oder dick ist ob man eine unperfekte Nase hat ob der Allerwerteste zu groß oder zu klein ist ob man eine Behinderung hat oder völlig normal ist, ob man speziell aussieht oder unspektakulär ausschaut. Es ist egal woher man kommt, ob man Muslim, Jude, Christ oder einem anderem Glauben angehört, vielleicht hat man auch garkeinen Glauben. Ob man Narben, Tattoos oder Piercings trägt mit Kopfbedeckung oder ohne.
Es ist so unfassbar egal. Einfach egal. NIEMAND hat es verdient gefangen gehalten, ausgegrenzt, gefoltert oder getötet zu werden. Hallo?! Leute, was geht in euren Köpfen vor?! Fehler findet man bei jedem, das sind aber keine Gründe Menschen sowas anzutun. Ich versteh das nicht, wir sind doch alle hier und wir haben alle das Recht auf ein normales Leben das man selbst bestimmen kann.
Wir leben im 21.Jahrhundert. Ich meine ist das euer Ernst? Das ist ziemlich lächerlich. Wie kann man soviel Grausamkeit und Hass in sich haben? Warum lassen diese Menschen dass nicht einfach an sich aus? Ich kann nicht nachvollziehen wie man solche Unterschiede machen kann bei Menschen die alle ein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung haben.
Ich hoffe dass jeder irgentwann mal auf den grünen Zweig kommt, oder die meisten.



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Und es fällt schwer andere zu lieben wenn man sich selbst nicht lieben kann. Mit sich nicht zufrieden ist.
Es ist nie genug, wird nie gegug sein.
Man ist nie gut genug, nicht gut genug für andere.
Wie sollen andere mich so lieben? Unmöglich.
Man stößt andere von sich weg weil man sich selbst nicht liebt und man denkt dass sie dich nicht lieben können, schlecht über dich denken.
Dabei ist sich selbst zu lieben wichtig, denn damit zeigt man anderen dass man stark ist und selbstbewusst.
Dann können sie dich auch lieben. Wenn man selbst nicht an sich glaubt, warum sollten andere es dann?
Warum sollten sie dir Mut zu sprechen und dir den Rücken stärken? Nein. Werden sie nicht tun, sie stimmen dir in deinen Zweifeln zu und dann werden sie gehen.



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Aufstehen und gehen bedeutet nicht etwa dass man wegläuft oder dass man aufgibt. Nein, man steht drüber und hat abgeschlossen. Dafür muss man nicht reden, ich habe für mich abgeschlossen. Und dass muss ich nicht mitteilen, das wird die Zukunft mitteilen.



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Und ich hoffe du kannst es mir verzeihen. Dass ich gehe, aber ich werde sicher nicht aus deinem Leben verschwinden, vorraus gesetzt du willst das. Aber die ganze Sache wächst mir über den Kopf und ich brauche andere Menschen um mich. Ich halte es hier nicht mehr aus, es ist alles nicht mehr wies einmal war, irgentwie hat sich so ziemlich alles geändert. Alles ist auf den Kopf gestellt und ich kanns nicht ändern. Das hat alles ja nichts mit dir zu tun. Du bist eigentlich die einzige Person an der mir etwas liegt.
Aber ansonsten gibt es nichts was mich hier hält
und Gründe zu gehen gibt es mehrere.



Samstag, 8. November 2014
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Ich bin in deinen Armen eingeschlafen und wieder aufgewacht. Mehrmals. Hab mich wohl und geborgen gefühlt. Es war eine schöne Zeit. Vielleicht nur für mich. Es war lustig und nie langweilig, du hast mir gut getan. Aber ich wusste es war falsch. Ich weiß nicht was ich mir dachte. So naiv. Drauf geschissen, es hat verdammt weh getan aber who cares, ich steh drüber.



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Es ist nicht immer leicht.
Es ist nicht immer leicht los zulassen.
Es ist nicht immer leicht jemand anderes an der Hand zu nehmen, andere, neue Wege zu gehen.
Und es ist nicht immer leicht sich selbst zu vertrauen und
sich selbst etwas zu zutrauen.
Wie? Wie soll man das manchmal schaffen?
An den Tagen an denen man einfach sich selbst nicht über den Weg traut, sich nicht auf sich verlassen kann und sich nicht sicher sein kann ob man sich überwinden kann, den Weg findet. Man kann sich von der Sonne leiten lassen, dass sie dir in den Rücken schein, dich nach vorne schiebt. Und sollte es mal wolkig sein, musst du warten bis die Wolken weggezogen sind. Sie gehören eben dazu.
Alles Gute hat auch eine schlechte Seite, und andersherum auch.