Mittwoch, 29. Oktober 2014
31
Demletzt sind sie mir wieder eingefallen.
Aber ich wusste garnicht mehr wo ich sie versteckt hatte.
Ich wollte sie mir einteilen.
So schnell würde ich nicht mehr welche kommen.
Ich überlegte wo ich sie versteckte.
Aber eigentlich gab es nur dieses eine Versteck.
Ich hatte sie nie wo anders hin verlegt.
Und dann machte ich die Kiste nach langer Zeit wieder auf.
Da lagen sie. Die Tabletten.
Es fehlten auch nicht mehr als ich aufgebraucht hatte.
Eigentlich könnte ich sie ja weiter benutzen.
Aber wollte ich noch mal in die Sache rein rutschen?



30
Kann man einfach vergeben vergessen,
so tun als wäre nie etwas gewesen?
Sich wieder in die Augen schaun wie vorher?
Nein. Kann man nicht.
Es sind nicht mehr sie gleichen ehrlichen,
unschuldigen Augen wie damals.
Vielleicht sind sie mit Tränen gefüllt,
aber dass macht sie nicht unschuldig.
Und dass macht auch nichts wieder gut.
Woher weißt ich ob das ehrlich gemeint ist.
Ich hab auch Menschen verletzt,
ja ich bin kein Unschuldslamm. Aber ich erwarte von anderen nicht dass sie alles verdrängen und mit mir umgehn wie davor. Ich erwarte auch nicht dass sie die Schuld auf sich nehmen.
Ich vergesse und vergebe schnell. Zu schnell.
Aber dieses mal nicht.
Pech.



Dienstag, 28. Oktober 2014
29
Was tust du wenn du das Gefühl hast,
dass alle dich hassen?
Alle gegen dich sind?
Nicht mal die Leute zu dir stehn von denen du es erwartest.
Du dir total allein vorkommst?
Und am Ende immer weinst wenn du alleine bist.
Ja, richtig du hasst dich.
Es tut weh dich selbst im Spiegel anzusehn.
Du weinst.
Vielleicht fragst du dich warum du genau du sein musst.
Und nicht irgentjemand anderes.
Du fängst an den anderen zu zustimmen.
Mit dem was sie über dich sagen und am Ende hälst du dich selbst für einen schlechten Menschen.
Traurig.
Klar weißt du dann irgentwann dass du scheisse bist,
so wie du eben bist.
Doch irgentwann fäng man an sich zu fragen ob man überhaupt genug ist.
Bin ich genug?
Nein. Bin ich nicht.
Anstatt zu sich zu stehn sucht man die Fehler bei sich.
Und natürlich wird man fündig.
Man macht sich fertig.
Und das war mein Anfang.



Montag, 27. Oktober 2014
28
Vielleicht muss es so sein.
Vielleicht ist es normal, dass man ab und an
von Selbstzweifeln überrant wird.
Ich weiß es nicht.
Ich habe schon so oft an mir gezweifelt.
Mich selbst nicht mehr wahrgenommen und
mich selbst verachtet,
mich selbst nieder gemacht.
Mich klein gemacht.
Dazu beigetragen mich kaputt zu machen.
Den anderen damit stumm zugestimmt.
Ihnen diesen Gefallen getan.
Von den Augen abgelesen.
Doch sie konnten nichtmal Lippen lesen.
Meine Blicke nicht wahrgenommen.
Was erwarte ich?
Ich werde vielleicht irgentwann in alte Muster zurück fallen.
Ganz tief in diese Muster. Damit sie wieder über Monate und Jahre über mich bestimmen und mich verändern.
So wie ich nicht bin.
Doch jetzt im Moment. Jetzt grade, fühle ich mich stark genug. Ich bleib mir diesesmal treu.
Einmal muss ich mir treu bleiben.
Jetzt.



27
Diese Tage.
Diese Tage an denen ich draußen sitze.
Auf dem Fensterbrett oder dem Dach der Terasse.
Man die kalte nächtliche Luft spürt und nicht mehr rein will.
Man sitzt da hört leise sein Lieblingslied und will nicht dass es morgen wird.
Man will dass es Nacht bleibt.
Denn es gibt nichts worauf ich mich morgen freuen kann.
Nein. Ich freue mich nicht.
Es gibt keinen Grund.
Also wünsche ich mir alleine eine unendlich lange Nacht da zu sitzen.
Ganz allein.
Obwohl allein ist man nicht, weil die Sterne die ganze Nacht da sind.
Auch Tags, da sieht man sie nur nicht.